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Kartenlegen - Zigeunerkarten

 

Zigeunerkarten


Diese Karten sind in 6 Sprachen (neben Deutsch und Englisch zählen dazu Italienisch, Französisch, Ungarisch, und Kroatisch) beschriftet, ein Kartendeck enthält 36 Karten. Um 1960 sind die heute gebräuchlichen Karten das zuletzt ein wenig Veränderung unterzogen und zeitgemäß umgestaltet worden sind.

Gegen Ende des 19-en Jahrhunderts wurde der Begriff Zigeunerkarten erst aktuell, Zu der Zeit war man in der Lage Wahrsagekarten in bedeutenden Mengen herzustellen und zu vertreiben. Der geheimnisumwitterte Ruf der "Zigeuner" als Kartenleger und Wahrsager wurde hier benutzt um den Verkauf der Karten etwas zu forcieren. Es existieren schon ähnliche Wahrsage- oder Aufschlagekarten bevor die Zigeunerkarten um 1920 in Wien herauskamen. Im Allgemeinen wurden diese als Lenormandkarten benannt, obwohl sie mit den tatsächlichen Originalen kaum etwas verband.

Die Beschriftung der Karten in 6 Sprachen ist ein Hinweis auf ihre Wurzeln, nämlich die österreichisch-ungarischen k. und k. (kaiserliche und königliche) Monarchie und die dazugehörigen Symbole und Themen. Vorrangige Zielgruppe war sicher die gehobene bürgerliche Gesellschaft und hierbei speziell die Damenwelt. Die Stärke der Zigeunerkarten ist sicher auf die zahlreichen Gefühlskarten zurückzuführen. Sie geben dem Kartenleger die Möglichkeit feinste Nuancen bei der Interpretation delikater Herzensangelegenheiten, sowie ebenfalls von weiteren beunruhigenden oder erfreulichen Begebenheiten auszudrücken.

Gegenwärtig erfreuen sich die Zigeunerkarten stets größerer Beliebtheit zur Zukunftsdeutung.

 

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Das Kartenlegen - Zigeunerkarten - 36 Karten - Zukunftsdeutung. (C)  Manuel F. Zimmer Berlin   (mf. j zb.)