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Kartenlegen - Wahrsagekarten

 

Wahrsagekarten


Als Wahrsagekarten werden verschiedene Kartenspiele zum Kartenlegen verwendet. Man bezeichnet sie auch Aufschlage- oder Divinationskarten.

Schon etwa zwischen 1480 und 1505, mit dem frühen Buchdruck, tauchten erste Varianten der Kartomantie auf. Die Interpretationsvorschläge bauten auf bereits bekannte Konzepte von Losbüchern auf und hatten noch kaum Ähnlichkeit mit den späteren komplexen Systemen. Im sechzehnten Jahrhundert entstanden im Zusammenhang mit den Tarotkarten verspielte Varianten mit einfachen divinatorischen Aspekten.

Im achtzehnten Jahrhundert entwickelten sich ausgeprägteren Ausführungsarten. Im Zuge der weiteren Entwicklung ist die französische Wahrsagerin Lenormand und der französische Okkultist und Tarotforscher Etteilla von Bedeutung. Etwa um 1800 kam das Kartenlegen in Frankreich groß in Mode und beschäftigte auch Staatshäupter wie Napoleon Bonaparte und seiner Gattin Josephine. Etteilla modifizierte die Tarotkarten durch ein individuelles Kartomantiesystem. Das ist wahrscheinlich das Urmodell aller späteren Entstehungen, zu denen auch die Lenormandkarten, als eine verhältnismäßig bekannte Kartenart, gehören.

In unserer Zeit werden Wahrsagekarten neu bearbeitet und entworfen. Das Genre Tarot zeichnet sich hier durch eine auffallende Reichhaltigkeit aus mit einer kaum zu überblickenden Menge an Literatur und einer Unmenge von Deck-Entwürfen und Druckausgaben. In unserer modernen Gesellschaft entstehen auch neue Kartomantiesysteme, ihrem kreativen Charakter entsprechend.
 

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Das Kartenlegen - Wahrsagekarten - kreative Kartomantiesysteme. (C)  Manuel F. Zimmer Berlin   (mf. j zb.)